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Themen dieser SeiteDie Ziele der Bürgerinitiative
- Artikel in der NWZ vom 08. August 2009 - Artikel in der NWZ vom 06. Dezember 2007
Teilerfolge der Bürgerinitiative
- Anwohnerfest mit Flohmarkt am 15. August 2009 - Anwohnerfeste in den Vorjahren - Kutschfahrten am 29.11.2003 und am 06.12.2003 - Versammlung am 12. Juli 2003
Schriftverkehr von der Bürgerinitiative und an die Bürgerinitiative - Schreiben zur Verkehrsausschuss-Sitzung vom 17. Januar 2011 - Schreiben an Herrn Prof. Dr. Gerd Schwandner vom 03. Dezember 2007 - Schreiben an Herrn Prof. Dr. Gerd Schwandner vom 31. Mai 2007 - Schreiben an Herrn Prof. Dr. Gerd Schwandner vom 27. November 2006 - Schreiben der FDP-Ratsfraktion vom 21. Juli 2005 - Schreiben an die Redaktion der NWZ vom 20. Juni 2005 - Offener Brief vom 05. Juni 2005 - Anwohnerschreiben vom Mai 2005 - Brief der Bürgerinitiative an den Oberbürgermeister - Schreiben an die Fraktionen vom 18.10.2002 - Stellungnahme der Bürgerinitiative zum Zeigungsartikel der NWZ vom 08.08.2002
Flugblätter der Bürgerinitiative - Das Flugblatt der Bürgerinitiative vom 22. Juli 2002 - Das Flugblatt der Bürgerinitiative vom 20. Juni 2002
Die Ziele der Bürgerinitiative
Anlässlich des Verkehrsversuchs hat sich gezeigt, dass sich bei den Anwohnern des Viertels über Jahre hinweg Unmut über die verkehrliche Situation angestaut hat.
Aus diesem Grunde wollen wir weiter daran arbeiten, dass das Wohnen im Dobbenviertel wieder an Qualität gewinnt. Immerhin handelt es sich nach den verschiedenen, in diesem Bereich geltenden Bebauungsplänen, um reine, allgemeine und besondere Wohngebiete mit allen nachteiligen Konsequenzen, was die Nutzung der Häuser angeht. Deren Vorteile im Hinblick auf die Verkehrs- und Lärmbelästigung genießen wir jedoch überhaupt nicht.
Daher setzen wir uns ein für "BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR":
- Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h sowie eine Gewichtsbegrenzung auf 5 t im gesamten Dobbenviertel
- Nachtfahrverbot für Lkw und Motorräder
- regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen und / oder die temporäre Aufstellung eines mobilen Radarmessgeräts
- ein Verkehrslenkungskonzept für den Fremd- und Schwerlastverkehr
- Lärmschutzmaßnahmen
- Maßnahmen zur Verringerung des Parksuchverkehrs, insbesondere auch im Bereich des Landesbehördenzentrums (vormals Bezirksregierung)
Artikel in der Presse
2009-08-08
2007-07-14
Teilerfolge der Bürgerinitiative
Am 04. Juli 2002 fällt die Entscheidung zum vorzeitigen Abbruch des Verkehrsversuches.
- Der Verkehrsversuch wird vorzeitig gestoppt (Pressemitteilungen)
Zwischen Parkstraße und Teichstraße wird das absolute Halteverbot aufgehoben (2008).
Am Ende der Herbartstraße entsteht eine Kurzparkzone (2009).
Straßenlaternen in der Lindenallee
Nordwest-Zeitung 2009-11-10
Nordwest-Zeitung 2009-11-11
Aktionen der Bürgerinitiative
Fotos zum Anwohnerfest am 15. August 2009
Fotos zum Anwohnerfest am 13. September 2008
Fotos zum Anwohnerfest am 14. Juli 2007
Fotos zum Anwohnerfest am 08. Juli 2006
Fotos zum Anwohnerfest am 02. Juli 2005
Fotos zum Anwohnerfest am 26. Juni 2004
Rückblick:
Anwohnerfeste in den Vorjahren
Anwohnerfest mit Flohmarkt am 13. September 2008
900 Jahre Oldenburg "Auch wir waren dabei!" Am 13. September 2008 fand ein Anwohnertreffen mit Flohmarkt auf dem Cäcilienplatz statt. Dies war die Einladung:
und hier geht es zu den Fotos vom Anwohnerfest 2008
Anwohnerfest mit Flohmarkt am 14. Juli 2007
Am 08. Juli 2006 fand auf dem Cäcilienplatz ein Anwohnerfest (mit Musik, Kaffee und Kuchen, Würstchen, diversen Getränken etc.) einschließlich einem Flohmarkt (Stände nach Anmeldung nur für Bewohner des Dobbenviertels - keine Profistände) statt. Für die Flohmarktstände wurde eine Spende für die Bürgerinitiative eingesammelt.
Am 02. Juli 2005 fand auf dem Cäcilienplatz ein Anwohnerfest (mit Musik, Kaffee und Kuchen, Würstchen, diversen Getränken etc.) einschließlich einem Flohmarkt (Stände nach Anmeldung nur für Bewohner des Dobbenviertels - keine Profistände) statt. Für die Flohmarktstände wurde eine Spende für die Bürgerinitiative eingesammelt.
Am 26. Juni 2004 fand auf dem Cäcilienplatz ein Anwohnerfest (mit Musik, Kaffee und Kuchen, Würstchen, diversen Getränken etc.) einschließlich einem Flohmarkt (Stände nach Anmeldung nur für Bewohner des Dobbenviertels - keine Profistände) statt. Für die Flohmarktstände wurde eine Spende für die Bürgerinitiative eingesammelt.
Kutschfahrten am 29.11.2003 und am 06.12.2003
Fotos zur Kutschfahrtaktion am 29.11.2003
Fotos zur Kutschfahrtaktion am 06.12.2003
Nordwest-Zeitung 2003-12-01
Pressemitteilung vom 25.11.03: Kutschfahrten für „Besseres
Wohnen - weniger Verkehr!“ am 1. und 2. Adventssamstag, jeweils von 10-18 Uhr Die
Bürgerinitiative Dobbenviertel ist und bleibt sehr rege. Nachdem sich der neu
ausgebaute Straßenzug Roon-/Hindenburgstraße zu einer wunderschönen
Rennstrecke entwickelt hat, werden wir an den kommenden zwei Samstagen, also am
29.11. und 06.12.03 mit einer Aktion erneut auf die verkehrlichen Missstände im
Dobbenviertel aufmerksam machen. An
beiden Samstagen haben wir einen „Park and Ride“-Service durch eine Kutsche
organisiert, die jeweils von 10 bis 18 Uhr eine Runde von der Bezirksregierung
über die Roon- und Hindenburgstraße in die Gaststrasse und von dort zurück über
die Burgstraße/Theaterwall/ Herbartstraße zur Bezirksregierung fahren wird. Am
Samstag den 06.12.03 werden wir zudem gegen 11 Uhr im Bereich der Hindenburgstraße
ein erstes Exemplar eines von uns entworfenen Schild aufstellen, mit welchem wir
auf unserer Forderung nach Tempo 30 im gesamten Dobbenviertel aufmerksam machen
wollen. Wir bitten um entsprechende Vorankündigungen in der Tagespresse und
stehen auch für weitere Informationen und Rückfragen anlässlich einer
eventuellen Berichterstattung gerne zur Verfügung. Mit freundlichem Gruß, gez. Astrid
Miedtank Astrid Miedtank - Pressesprecherin -
Versammlung der Bürgerinitiative am 12.07.2003
Bilder zur Versammlung am 12.07.2003
Zeitungsberichte zur Versammlung am 12.07.2003
Aus der Gründungszeit
Schriftverkehr von der Bürgerinitiative und an die Bürgerinitiative
Schreiben der Bürgerinitiative zum
Tagesordnungspunkt 4
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FDP-Ratsfraktion·Altes Rathaus/Markt 1·26105 Oldenburg |
Herrn
Friedrich Schunter
Bürgerinitiative Dobbenviertel
Teichstr. 1
26122 Oldenburg
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Oldenburg, 11. Juli 2005 |
Sehr geehrte Frau Miedtank.
sehr geehrter Herr Schunter,
für die Übersendung Ihres an den Oberbürgermeister gerichteten Schreibens vom 5. Juni 2005 danke ich. Wegen eines Klinikaufenthaltes komme ich erst heute dazu, darauf einzugehen.
Als Anlieger des Dobbenviertels weiß ich persönlich die Situation einzuschätzen, die sich aufgrund der Änderung der Verkehrsführung ergeben hat. Ich teile Ihre Ansicht, dass die zusätzlichen Belastungen sich in Grenzen halten, wenn sie auch zeitweise doch sehr nachteilig spürbar sind. Wir werden im zuständigen Verkehrsausschuss darauf drängen, dass insbesondere die Polizei um zusätzliche Verkehrsüberwachungsmaßnahmen gebeten wird.
Hans-Richard Schwartz
Fraktionsvorsitzender
“BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR” 
BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG
c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1
NWZ
z. Hd. Frau Schicke
Peterstr. 28-34
26121 Oldenburg
Weitere Schilder „Besseres Wohnen - weniger Verkehr“ aufgestellt
Seit dem Sommer vergangenen Jahres hat die BI Dobbenviertel im Bereich der Hauptverkehrsachse Hindenburg-/Roonstraße bis zum Gerberhof auf etlichen Privatgrundstücken Tempo-30 Initiativ-Schilder mit dem Zusatz „Besseres Wohnen – weniger Verkehr“ aufgestellt. Damit verleihen wir unserer Forderung nach einer entsprechenden Geschwindigkeitsbegrenzung auch in diesem Bereich unseres Wohnviertel optisch Ausdruck.
In den letzten Tagen sind weitere Initiativ-Schilder im Bereich der Lindenallee sowie in der Bismarckstraße hinzugekommen. Seit Beginn der Großbaustelle Ofener Straße mussten wir leider feststellen, dass sich die wenigsten Fahrzeugführer an die in diesen beiden Straßen geltende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h halten. Ein Großteil des momentan durch beide Straßen fließenden Verkehrs überschreitet diese Geschwindigkeit vielmehr erheblich. Neben einem massiven Anstieg des Verkehrslärms bedeutet das auch eine deutliche Erhöhung des Gefährdungspotentials nicht nur für die Anwohner im allgemeinen, sondern insbesondere auch für die Schule und die Kindestagesstätte. Geschwindigkeitsmessungen seitens der Ordnungsbehörden bzw. der Polizei sind bisher leider nicht veranlasst worden. Wir hoffen daher, den einen oder anderen Fahrer vielleicht wenigstens über unsere Schilder erreichen zu können.
Wir würden uns freuen wenn Sie beigefügtes Foto veröffentlichen würden. Abgebildet sind unter anderem hinten rechts vor dem Initiativenschild der Vorsitzende Dr. Friedrich Schunter und zweite von rechts Pressesprecherin Astrid Miedtank.
Astrid Miedtank
- Pressesprecherin -
Herbartstr. 13
26122 Oldenburg
“BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR” 
BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG
c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1
Offener Brief an
Herrn OB Dietmar Schütz
Ratsfraktionen der Stadt Oldenburg
NWZ
VWG
Oldenburg, den 05.06.2005
Die bis zum Beginn der o.g. Baumaßnahmen bekannt gemachte, offizielle Umleitungsstrecke für den stadtauswärts führenden Verkehr war gemäß dem Beschluss des Verkehrsausschusses vom 17.03.2005 „für den Fahrzeugverkehr die Umleitungsstrecke über Roonstraße, Hindenburgstraße, Gerberhof und Prinzessinweg“. Diese vorgesehene Verkehrsführung ließ eine chaotische Verkehrssituation an den Hauptachsen des Dobbenviertels sowie an der Einmündung am Westkreuz mit erheblichem Stau des Autoverkehrs und Belästigungen der Anwohner erwarten. Die Bürgerinitiative hat daher mit Schreiben vom 18.02.und 22.03.05 an die Stadt Oldenburg auf das Problem aufmerksam gemacht und Anregungen zur Lösung des
Problems gegeben.
Die teilweise geäußerte Meinung, das Dobbenviertel beanspruche Sonderlösungen, trifft insoweit nicht zu. Nicht hingenommen wurde bisher lediglich der unsägliche Verkehrsversuch am Theaterwall. Bereits während der lang andauernden Bauarbeiten zunächst in der Garten- und anschließend in der Hauptstrasse wurde der Umleitungsverkehr durch das Viertel geführt, da eine anderweitige Lösung nicht erkennbar war. Die nunmehrige Umleitung aufgrund der Bauarbeiten an der Ofener Strasse wurde zumindest insoweit entschärft, als die Stadt zwar die Hauptlast des Umleitungsverkehrs in das Dobbenviertel gelegt, schließlich aber auch zusätzliche Maßnahmen zur Entlastung getroffen hat (weiträumige Hinweise auf Sperrung der Ofener Strasse, Umleitung auch über Garten-/Hauptstrasse, Ableitung eines Teils des Busverkehrs vor dem Westkreuz). Damit wurden die Wünsche und Anregungen der Bewohner aufgegriffen und das zu erwartende Verkehrschaos – zumindest bisher – vermieden.
Nach amtlichen Daten leiden mehr als ¾ der Bundesbürger unter Verkehrslärm. Dieser geht überproportional auf bestimmte Verkehrsteilnehmer und deren Verhalten zurück. Käme es vermehrt zu der Einsicht, dass die ständige Beschleunigung und Verzögerung des Verkehrs keinen wesentlichen Zeitgewinn bringt und sowohl aus ökonomischen als auch ökologischen Gründen abzulehnen ist und wäre es Ziel von Verkehrsbehörden und Verkehrsteilnehmern einen gleichmäßigen Verkehrsfluss zu erreichen, so wären die Auswirkungen des Verkehrs für alle sehr viel leichter zu ertragen, ohne dass Nachteile entstünden.
Nicht tolerierbar sind Verhaltensweisen einzelner Verkehrsteilnehmer, die die zulässigen Geschwindigkeiten erheblich überschreiten und damit ihrer Umwelt unnötige Lasten und Gefahren aufbürden. Dieses betrifft neben z. B. dem derzeitigen Umleitungsverkehr durch die Herbartstrasse (laut Zeitungsberichten offenbar z.B. auch die Beverbäkstrasse anlässlich der Umleitung wegen der Baustelle Donnerschweer Strasse!) generell weite Teile des Stadtgebiets. Hier sind die Überwachungsbehörden aufgerufen, tätig zu werden.
Schließlich ist in diesem Zusammenhang noch das Verkehrsverhalten der Busse anzusprechen, die in eng bebauten Strassenteilen überproportional Lärm und insbesondere in den nicht sanierten Strassen des Viertels erhebliche Erschütterungen der Gebäude verursachen. Hierzu wäre ein Hinweis der Leitung der VWG an ihre Mitarbeiter auf eine zurückhaltendere Fahrweise wünschenswert.
Dr. Friedrich Schunter Astrid Miedtank
Vorsitzender Sprecherin
“BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR” 
BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG
c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1
An die
Anwohner der Straßenzüge
- Roonstr./Hindenburgstr./Gerberhof
- Herbartstr./Lindenallee/Meinardusstr.
Oldenburg, im Mai 2005
Baustelle Ofener Str., Zufahrt OLantis Huntebad, Veranstaltungen im Rahmen von „Jahrhundertschritt 05“ vor dem Landesbehördenzentrum
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie der Presse vielleicht schon entnommen haben, saniert der OOWV in diesem Jahr von Mai bis November sowie im kommenden Jahr von März bis Herbst den Abwasserkanal in der Ofener Straße. Durch die notwenigen Sperrungen wird es zu erheblichen Verkehrsproblemen kommen. Gemäß den Planungen der Stadt Oldenburg soll die Ofener Straße einspurig stadteinwärts befahrbar bleiben. Der stadtauswärts fließende Verkehr einschließlich den Buslinien 306, 309 und 310 soll über den Theaterwall und die Achse Roonstraße/Hindenburgstraße/Gerberhof bis zum Westkreuz umgeleitet werden. Zugleich hat die Stadt Oldenburg die Hauptzufahrt zum OLantis Huntebad für aus Richtung der BAB-Abfahrt Haarentor kommenden Fahrzeuge über die Lindenallee ausgeschildert.
Fraglich geworden ist nunmehr, ob und in welchem Umfang ab Mai im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen zur Landesausstellung von 1905 „Jahrhundertschritt 05“ zusätzlich Veranstaltungen auf der Freifläche vor dem ehemaligen Staatsministerium (Landesbehördenzentrum) stattfinden werden. Einer der Höhepunkte dort soll das Landeskulturfest am 25./26. Juni sein. Falls der Aufbau des sog. Behrens-Pavillions durch das kurzfristige Eintreten von Sponsoren doch noch realisiert werden könnte, dürfte durch diese Veranstaltungsreihe mit einem deutlich erhöhten Besucheransturm somit auch einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen sein.
Bei der Vorstellung der Jubiläumsveranstaltungen am 14.02.05 wurde Herr OB Schütz auf die durch die Sperrung der Ofener Straße entstehende Verkehrsproblematik angesprochen. Er schlug daraufhin vor, den Umleitungsverkehr (gemeint war vermutlich nicht der ÖPNV, sondern nur der Individualverkehr) über die Achse Gartenstraße/Hauptstraße zu führen. Dieser Vorschlag erschien ganz vernünftig, wenn darüber hinaus der Omnibusverkehr in der Zentralachse so gestaltet werden würde, dass er möglichst wenig schadensstiftend und belästigend abläuft (z.B. moderates Fahren, nicht mehr als 30 km/h).
An diese Aussage anknüpfend hat die BI Dobben Herrn OB Schütz am 18.02.05 um eine schriftliche Stellungnahme zur Planung der Verkehrsführung während der Baumaßnahme in der Ofener Straße sowie auch im Dobbenviertel allgemein gebeten. Als Reaktion kamen leider nur wenig aussagekräftige Floskeln und keinerlei inhaltliche Ausführungen zu den angeschnittenen Punkten. Auf eine neuerliche Anfrage unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich vom Rat beschlossenen und am 30.03.05 in der NWZ auch bereits dargestellten obigen Planungen erhielten wir bis heute gar keine Reaktion.
WAS KOMMT AUF UNS ANWOHNER ZU?
In 2005 und 2006 erwarten uns jeweils über mehr als ein halbes Jahr:
- Verkehrslärm, Erschütterungen des Häuser, Verkehrsdreck und Abgase mit allenfalls graduellen Unterschieden von morgens früh bis spät in die Nacht; dieses wird vermutlich nicht nur den Bereich der Roonstraße bis zum Gerberhof betreffen, sondern auch die Herbartstrasse durch den aus dem Stadtnorden über die Peterstraße kommenden Verkehr und die Lindenallee wegen der dort ausgeschilderten Anfahrt zum OLantis Huntebad
- erhebliche Verkehrsstauungen mit den sich daraus ergebenden Belästigungen im gesamten Viertel, insbesondere an der Einmündung Bloherfelder Straße (Alte Molkerei)
WAS KÖNNEN WIR ANWOHNER TUN?
Am sichersten wäre vermutlich die Alternative „Auswandern“ und am ineffektivsten die Devise „Nichts tun und still vor sich hin leiden“. Die Erfahrungen im Rahmen des Verkehrsversuchs „Einbahnstraße Theaterwall“ haben gezeigt, dass man gemeinsam durchaus etwas erreichen kann. Daher möchte die BI Dobben mit möglichst vielen von Ihnen:
1. Auf das Problem aufmerksam machen durch
- das Aufhängen entsprechender Spruchbänder in den betroffenen Straßen
- Tempo 30-Schilder wie schon im Bereich Hindenburgstraße vorhanden
- Einschalten der Presse, Leserbriefe
- Protestbriefe und/oder Anrufe an Herrn OB Schütz (235-2215 oder 235-2258), sämtliche Ratsfraktionen (allesamt Markt 1, 26122 Oldenburg), den Baudezernenten Herrn Dr. Pantel (Technisches Rathaus, Industriestr., 26121 Oldenburg) sowie sämtliche Mitglieder des Verkehrsausschusses
- Frau Susanne Berg (Vorsitzende), Unterm Berg 31 26123 Oldenburg
- Herr Tahsin Albayarak, Cloppenburger Str. 202, 26133 Oldenburg
- Frau Maria Bollerslev, Lärchenring 25, 26133 Oldenburg
- Frau Else Hartmann, Franz-Poppe-Str. 17, 26121 Oldenburg
- Herr Nils Krummacker, Hundsmühler Str. 156, 26131 Oldenburg
- Frau Susanne Martitz, im Ofenerfeld 13a, 26127 Oldenburg
- Frau Gesine Multhaupt, Huntestr. 26135 Oldenburg
- Frau Anne von Seggern, Herrenweg 86, 26135 Oldenburg
- Frau Andrea Ahrens, Eichkamp 6, 26131 Oldenburg
- Herr Manfred Drieling, Mittelweg 68, 26127 Oldenburg
- Herr Michael Rosenkranz, Bloherfelder Str. 80, 26129 Oldenburg
- Frau Elena Woltemade, Artillerieweg 40, 26129 Oldenburg
2. Legale Verkehrsbeeinflussung
- Wir – und auch möglichst alle unsere Freunde und Bekannten – fahren im gesamten Viertel strikt 30km/h (Klebeschild für Ihr Auto anbei)
- Soweit es nicht ausdrücklich durch ein blaues Gebotsschild ausgewiesen ist, sind Sie nicht verpflichtet, einen Radweg zu benutzen. Daher: Fahren Sie wie wir wo immer möglich mit dem Fahrrad auf der Strasse!
3. Demonstrationen, zu Zeiten wenn es weh tut: z.B. am Wochenende des Landeskulturfestes am 25./26.06.05
Zum Meinungsaustausch und zur Planung in Betracht kommender Aktionen treffen sich alle Interessierten am Donnerstag, den 19. Mai 2005 um 20 Uhr im Handelshaus in der Gartenstraße. Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele betroffene Bürger ihr Interesse in dieser Sache aktiv in die Hand nähmen und hoffen auf Ihr zahlreiches Erscheinen. Ein Exemplar unseres Flugblattes über uns und unsere Ziele liegt zu ihrer Information bei.
Dr. Friedrich Schunter Astrid Miedtank
Vorsitzender Sprecherin
“BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR” 
BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG
c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1
Herrn Oberbürgermeister
Dietmar Schütz
Rathaus
Markt 1
26122 Oldenburg
Jahrhundertschritt 05 27.02.2005
Dobbenviertel
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Vorstellung des
„Jahrhunderschritts 05" am 14.02.05 hat überzeugend dargelegt, was gemeinsames
Handeln bewirken kann.
Der Stadt Oldenburg, den Initiatoren und den Sponsoren des Projektes kann man
nur gratulieren zu dem überaus vielversprechenden Projekt, welches nicht nur
durch das Programm sondern auch insbesondere dadurch überzeugt, dass es als
Gemeinschaftsprojekt eine vielschichtige Trägerschaft hat und mit geringsten
Kosten durchgeführt werden soll.
An der Vorstellung im Landtag hat auch Ihr Eintreten für
eine vernünftige Verkehrsführung
während der Bauarbeiten an der Ofener Strasse Aufmerksamkeit gefunden. Vom
Fachdezernat waren anscheinend - außer der geplanten einseitigen Verkehrsführung
auf der Ofener Strasse in Richtung Stadtmitte - keine verkehrslenkenden
Maßnahmen für den stadtauswärts führenden Verkehr vorgesehen. Ihr Vorschlag,
diesen Verkehr auf die Gartenstrasse stadtauswärts zu leiten, scheint nicht nur
vernünftig sondern findet im Dobbenviertel ausgesprochen positive Resonanz,
zumal hier seit Jahren (Ausbau der Gartenstrasse, Verkehrsversuch, Ausbau der
Hauptstrasse und auch durch die Bauarbeiten in der Hindenburg- und Roonstrasse)
erhebliche zusätzliche Verkehrsbelastungen für die Anwohner bestanden.
Wir hoffen, dass Ihre Anregung aufgegriffen und umgesetzt wird.
Zwar wurde von Anwohnern auf dem Treffen am 14.02.05 auch die beständig unbefriedigende Verkehrssituation im Dobbenviertel angesprochen, verständlicherweise konnte hierzu von Ihnen keine ad hoc Aussage gemacht und erwartet werden. Wir möchten Sie jedoch hiermit dringend bitten, sich dieses Problems anzunehmen. Das Dobbenviertel als innenstadtnahes Wohnviertel (so gewollt und in den Bebauungsplänen ausgewiesen) leidet erheblich unter dem Längs- und Querverkehr in den Hauptachsen (Roon- und Hindenburgstraße, Herbartstraße, Lindenallee und Meinardusstraße). Der Verkehr hat laufend zugenommen und hat, bedingt durch die exponentielle Geräuschbelästigung bei Steigerung der Geschwindigkeit, die mit dem Ausbau der Zentralachse eingetreten ist, ein Ausmaß erreicht, das für die Funktion des Wohnens nicht mehr vertretbar ist. Wir bitten Sie daher, sich dafür einzusetzen, dass im gesamten Viertel eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h ausgewiesen wird und Maßnahmen zur Einhaltung getroffen werden. Darüber hinaus fordern wir eine Regelung bezüglich des Lastwagenverkehrs. Es kann nicht toleriert werden, dass in dem Wohnviertel Schwerlastverkehr zu jeder Tag- und Nachtzeit stattfindet. Hierzu besteht keine sachliche Notwendigkeit. Eine Abwägung der Interessen zwischen Anliegern und öffentlichem Verkehr ist dringend erforderlich.
Wir bitten Sie, darauf hinzuwirken, dass die genannten Punkte aufgegriffen werden und damit das Wohnen in diesem Bereich gesichert wird. Wir sind gerne bereit, dabei in sachlicher Weise mitzuwirken.
Mit freundlichen Grüssen
Dr. Friedrich Schunter Astrid Miedtank
BÜRGERINITIATIVE
DOBBENVIERTEL OLDENBURG
c/o
Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1
Tel.
0441-9729966
Fax
0441-9729964
An die
Fraktionen des Rates der Stadt Oldenburg
Markt 1
26122 Oldenburg 18.10.2002
Sehr geehrte Damen und Herren,
auch nach der Beendigung des Verkehrsversuches Theaterwall haben wir uns zum Ziel gesetzt, uns weiter um die Interessen der Anwohner des Dobbenviertels zu kümmern, die im Rahmen unserer Aktionen an uns herangetragen worden sind. Nach Gesprächen mit verschiedenen Einzelvertretern der Fraktionen sowie dem neuen Stadtbaurat, Herrn Dr. Pantel, wenden wir uns nun mit konkreten Zielvorstellungen und der Bitte um Unterstützung an Sie als die politischen Entscheidungsträger unserer Stadt.
In anliegendem Thesenpapier haben wir die rechtsverbindliche Planungssituation im Dobbenviertel den gegebenen Realitäten gegenübergestellt und anschließend eine Reihe von Anregungen für denkbare verkehrsberuhigende Maßnahmen angeführt.
Dabei ist - wie schon teilweise in unseren Flugblättern - nochmals ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass sämtliche für die Einzelbereiche des Viertels rechtsverbindlichen Bebauungspläne auf die Verkehrs- und Lärmproblematik für das Viertel als reines, allgemeines bzw. besonderes Wohngebiet hinweisen. In den Begründungen der unterschiedlichen Bebauungspläne wird die Notwendigkeit einer Verkehrsberuhigung zur Erreichung der planungsrechtlichen Vorgaben angeführt. Gleichwohl ist bis zum heutigen Tag nichts zur Verwirklichung dieser Planungsziele unternommen worden.
Wir fordern Sie
daher auf, in den Rat der Stadt Oldenburg den Antrag einzubringen, der
Verwaltung den Auftrag zu erteilen, kurzfristig ein Verkehrsberuhigungskonzept für
das gesamte Dobbenviertel zu erstellen und umzusetzen.
Im Rahmen einer solchen Planungstätigkeit würden wir Ihnen gerne als Interessenvertreter der Anwohner unterstützend zur Seite stehen.
Mit freundlichem Gruß,
BÜRGERINITIATIVE
DOBBENVIERTEL OLDENBURG
c/o
Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstr. 1
WAS WIRD AUS BEBAUUNGSPLÄNEN UND AUS VERKEHRSKONZEPTEN IN OLDENBURG ?
Bereits
in der Einleitung zum Verkehrsentwicklungsplan
der Stadt Oldenburg wird dargelegt, daß im Gegensatz zu früher, als die Bewältigung
des motorisierten Individualverkehrs im Zentrum der Planungen stand, heute die umwelt-
und sozialverträgliche Gestaltung des Verkehrs zentrales Anliegen der
Verkehrsplanung sein muss. Dies beinhaltet, die Planung so zu gestalten, daß
die Bevölkerung nicht mehr als unbedingt erforderlich von den Lärm- und
Schadstoffimmissionen des motorisierten Verkehrs betroffen wird. Es ist
wissenschaftlich in zahlreichen Arbeiten belegt, dass durch die Lärm- und
Schadstoffimmissionen schwerwiegende Krankheiten hervorgerufen werden können,
was sich als entsprechende Gegenmaßnahmen in Gesetzen und Richtlinien
niedergeschlagen hat.
Die
Zielsetzung des Verkehrsentwicklungsplanes der Stadt Oldenburg ist sehr zu begrüßen,
scheint
jedoch für das Dobbenviertel keine Gültigkeit zu besitzen, da die Stadt
Oldenburg seit Jahren die diesbezüglichen Vorgaben der
rechtskräftigen Bebauungspläne M390 A-C missachtet.
I. Planerische Vorgaben und Aussagen:
In den
Bebauungsplänen wird festgestellt, dass das Dobbenviertel als reines Wohngebiet geplant wurde, dass aber nach
und nach andere Nutzungen hinzukamen. Um diese Entwicklung zu stoppen und um
dieses Gebiet als Wohngebiet mit hohem Wohnwert zu erhalten, wurden die
Bebauungspläne aufgestellt. Dies erfolgte auch im Hinblick darauf, dass im
Gutachten des Europarates von 1981 festgestellt wurde, dass Substanz,
Architektur Bildstruktur und Funktion des Viertels von großer
architekturhistorischer und städtebaugeschichtlicher Bedeutung sind und
daher erhaltenswert und schutzwürdig sind.
In diesem Gutachten werden folgende Empfehlungen gemacht:
·
Aufstellung
verbindlicher Bebauungspläne und dabei die Ausweisung reiner Wohngebiete soviel
wie möglich zu fördern
·
Verkehrsplanung
für das Viertel zu entwerfen und zu verwirklichen
Die Bebauungspläne M 390 A-C für das Dobbenviertel wurden aufgestellt
und rechtskräftig.
Mit dem Bebauungsplan M 390 A, rechtskräftig seit
10.06.1983, wurde ein Verkehrskonzept
aufgestellt. Dieses unterstellt, dass die Verkehrsbelastung im Dobbenviertel für
die Wohnnutzung zumutbar bleibt. In diesem Verkehrskonzept wird gefordert
·
„großräumige
verkehrslenkende Maßnahmen, insbesondere um nächtlichen LKW-Verkehr aus dem
Dobbenviertel herauszuhalten“
·
„durch
verkehrslenkende Maßnahmen soll der Fremd- und Schwerlastverkehr auf den
Hauptverkehrsstraßen außerhalb des Dobbenviertels (Ofener Straße / Innerer
Ring / Gartenstraße) geführt werden“
·
der Straßenzug
Roonstraße – Hindenburgstraße – Tirpitzstraße – Gerberhof
ist als Verkehrsstraße ausgewiesen, ein beidseitiger Radweg ist
vorgesehen
·
der Straßenzug
Meinardusstraße – Lindenallee ist Verkehrsstraße in beiden Richtungen und
soll Einbahnstraße in Richtung Ofener Straße werden und die Funktion einer
Sammelstraße erhalten. Radwege werden als unbedingt erforderlich erachtet.
Der Bebauungsplan M 390 B wurde am 23.05.1997 rechtskräftig.
Hier wird ausgeführt:
·
„ Von
besonderer Bedeutung für den innerstädtischen Verkehr sind dabei die
Gartenstraße und die Roonstraße als
Teil des ostwestlichen Straßenzuges... sowie die Ofener Straße als
Hauptverkehrsstraßen gemäß dem Gesamtverkehrskonzept 2000. Die übrigen Straßen sind einbezogen in die flächendeckende
Verkehrsberuhigung ( Tempo 30-Zone).
Durch die Verlagerung des Verkehrs auf die Hauptverkehrstraßen ergeben sich
hohe Lärmwerte im Bereich der vorhandenen Bebauung. So beträgt als Spitzenwert
der Beurteilungspegel entlang der Roonstraße tags bis zu 65 dB (A) und nachts
bis zu 56 dB (A).“
·
„Wesentliche
Ziele des Bebauungsplanes sind, die Wohnnutzung und die bauliche Struktur im
Planbereich zu sichern.“
·
„ ...
die Wohnnutzung erhalten und fortentwickelt werden soll.“
·
„Der
Festsetzung von Wohngebieten kann entgegengehalten werden, daß sie in weiten
Teilen einem hohen Verkehrslärm ausgesetzt sind, so werden die
schalltechnischen Orientierungswerte für besondere Wohngebiete ( DIN 18005) überschritten...“
·
„Der
Straßenzug Roonstraße ist eine Verkehrsstraße mit verstärkt auftretenden Lärmimmissionen.“
Schließlich macht der Bebauungsplan M-390C, rechtskräftig seit 13.12.1996,
folgende Angaben:
·
„Durch
die hohe Verkehrsstärke auf diesen Straßen (Gartenstraße und Straßenzug
Roonstraße – Hindenburgstraße – Tirpitzstraße – Gerberhof) sind im
Bereich der Bebauung Mittelungspegel vorhanden, die tags weit über 60 und
nachts weit über 50 dB (A) liegen.“
·
„Im
Zusammenhang mit dem Bebauungsplan M – 390 A wurde für das Dobbenviertel ein
Verkehrskonzept entwickelt. Dabei wurde davon ausgegangen, daß die
Verkehrsbelastung im gesamten Viertel für die Wohnnutzung zumutbar bleibt. U.a.
sieht das Konzept vor, den Fremd- und Schwerlastverkehr durch verkehrslenkende
Maßnahmen auf die Hauptverkehrsstraßen außerhalb des Dobbenviertels ( Ofener
Straße/ Innerer Ring / Gartenstraße) zu führen.“
II. Die Realität:
Seit
Jahren nimmt der Längs- und Querverkehr tags und nachts zu, ohne dass dieser
Entwicklung Einhalt geboten wird. Das
Dobbenviertel ist ein Wohngebiet und soll als solches erhalten und in seiner
Funktion wieder hergestellt werden! Sowohl
Verkehrlärm als auch Abgasimmissionen machen das Wohnen an den Verkehrsachsen
zunehmend unmöglich und berücksichtigen nicht die zulässigen Lärmpegel.
Selbst Schallschutzfenster vermögen nicht, diese Belastung
erträglich zu machen. Öffnen von Fenstern ist grundsätzlich nicht möglich.
Der tags und nachts unverändert ablaufende Fremd- und insbesondere der
Schwerlastverkehr bringt über die Lärm- und Schadstoffimmissionen hinaus
schwere Erschütterungen der historischen Bausubstanz und Nachfolgeschäden mit
sich. Die Verschmutzungen der Häuser an den Verkehrsstraßen machen es
erforderlich, daß hier mit mindestens doppelter Häufigkeit die Außenrenovierungen
erfolgen müssen, als an nicht verkehrsbelasteten Straßen. Der verkehrsbedingte
Schmutz dringt selbst durch ständig geschlossene Fenster in die Wohungen ein.
Die Bürgerinitiative
Dobbenviertel fordert die Fraktionen des Stadtrates Oldenburg auf, der
Verwaltung den Auftrag zu erteilen, kurzfristig die Vorgaben aus den Bebauungsplänen
M 390A-C auch hinsichtlich der Verkehrslenkung und Verkehrsberuhigung umzusetzen und die Vorgaben so zu gestalten, dass an allen Straßen
des Dobbenviertels das Wohnen möglich ist. Die Gefährdung von Fußgängern,
insbesondere von Kindern und älteren Personen und von
Radfahrern muß minimiert werden. Die Verkehrsbelastung im Bereich der
Schulen und Kindergärten muss ebenfalls reduziert werden.
Minimalerfordernisse
sind:
· Lärmschutzmaßnahmen zur Erreichung der Emmissionsgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung – 16.BImSchV vom 12.Juni 1990
·
Gewichtsbegrenzung
auf 5 t im gesamten Dobbenviertel
· Geschwindigkeit von 30 km/h im gesamten Dobbenviertel
·
Gestalterische
Maßnahmen, damit die Geschwindigkeitsvorgaben eingehalten werden
·
Aufhebung
des absoluten Halteverbotes im Verlauf der Hindenburg- und Roonstraße
Wir
sind zu einer gestaltenden Mitarbeit bereit.
Zum Zeitungsartikel der NWZ vom 08.08.2002 nimmt die Bürgerinitiative Dobbenviertel wie folgt Stellung:
Der Zeitungsartikel gibt einseitig nur ein wesentliches Ziel der Bürgerinitiative wieder, nämlich die Verkehrsberuhigung innerhalb des Dobbenviertels zur Verbesserung der Wohnqualität.
Darüber hinaus hat die Bürgerinitiative jedoch als wichtiges Ziel die Verhältnisse für die zahlreichen Fußgänger und Fahrradfahrer deutlich zu verbessern. Dies beinhaltet unter anderem die Bereitstellung ausreichender Verkehrsräume für diese beiden Gruppen und Minderung der Gefahren, die durch den Kraftfahrzeugverkehr bedingt sind.
Dies kann unseres Erachtens nur erreicht werden, wenn ein schnelles Befahren der Wohnstraßen durch bauliche Maßnahmen verhindert wird. Eine Gewichtsbegrenzung ist unabdingbare Voraussetzung für den Erhalt der historischen Gebäude.
Konkrete Detailvorschläge bezüglich der Umsetzung der oben genannten Ziele hat die Bürgerinitiative bisher nicht vorgelegt. Es war daher weder davon die Rede, dass die Lindenallee Einbahnstraße in Richtung Ofener Straße werden sollte (wie im Verkehrskonzept 1983 vorgesehen), noch dass der Ausbau der Roonstraße verhindert werden soll. Vielmehr beziehen sich die Bedenken der Bürgerinitiative darauf, dass die bisherige Ausbauplanung die Belange der Fußgänger und Fahrradfahrer nicht hinreichend berücksichtigt.

BÜRGERINITIATIVE
DOBBENVIERTEL OLDENBURG
c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1
Das
Ende des Verkehrsversuches am Theaterwall
bedeutet nicht das Ende der Bürgerinitiative!
Liebe (Mit-)Bewohner des Dobbenviertels!
Zwar ist der unsägliche Verkehrsversuch der Einbahnstraßenregelung am Theaterwall nicht zuletzt dank unseres heftigen Protestes zwischenzeitlich beendet worden. Gleichwohl soll das Erreichen dieses Nahziels nicht auch das Ende der Bürgerinitiative bedeuten, sondern vielmehr Ansporn sein, weitere notwenige Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität im gesamten Dobbenviertel gegenüber Politik und Verwaltung zu artikulieren und hoffentlich auch durchzusetzen.
Zunächst möchten wir uns für die vielfältige Unterstützung im Rahmen der Aktivitäten gegen den Verkehrsversuch bedanken. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass es durchaus möglich ist, auf Entscheidungen von Politik und Verwaltung Einfluss zu nehmen. Der Verkehrsversuch und seine Folgen haben bei vielen Anwohnern unseres Viertels das Fass zum Überlaufen gebracht und sie dazu bewegt, ihren Unmut zu äußern. Im Rahmen unserer Unterschriftenaktion sind eine Vielzahl verkehrstechnischer Missstände im gesamten Dobbenviertel an uns herangetragen worden, derer wir uns gerne annehmen wollen.
Im Rahmen eines Gutachtens des Europarates von 1981 wurde bezüglich des Dobbenviertels festgestellt, dass Substanz, Architektur, Bildstruktur und Funktion des Viertels von großer architekturhistorischer und städtebaugeschichtlicher Bedeutung und aus diesem Grunde erhaltenswert und schutzwürdig sind. Durch die Erstellung verbindlicher Bebauungspläne sollte daher sichergestellt werden, dass die Wohnfunktion im Viertel wieder gestärkt wird und eine dieser Planungssituation entsprechende Verkehrsplanung entworfen und verwirklicht wird.
Aus diesem Grund sind wesentliche Teile des Dobbenviertels zwischen 1983 und 1996 als reine bzw. besondere Wohngebiete ausgewiesen worden. Die dazugehörige Verkehrsplanung ist dabei allerdings auf der Strecke geblieben. Obwohl bereits bei der Planaufstellung der ersten Bebauungspläne in 1983 feststand, dass die schalltechnischen Lärmpegel für reine Wohngebiete entlang der Verkehrsstrassen nicht eingehalten werden, ist es bis zum heutigen Tag nicht zu wesentlichen Maßnahmen gekommen, die das Verkehrsaufkommen im Dobbenviertel vermindern und insbesondere den Durchgangsverkehr aus diesem heraushalten würden.
So sah die Verkehrsplanung im Rahmen der Begründung des für die Lindenallee seit 1983 geltenden Bebauungsplanes bereits vor, die Lindenallee zu einer in Richtung Ofener Straße führenden Einbahnstrasse zu machen, um die dortige Verkehrssituation insbesondere für das Herbartgymnasium zu verbessern. Dieser Vorteil hat sich auch im Rahmen des Verkehrsversuches für die Lindenallee gezeigt. Gleichwohl hat sie diesen Status mit Ende des Versuchs ohne weiteres Nachdenken von Politik und Verwaltung wieder verloren, was nicht zu akzeptieren ist.
Weitere vorrangige Ziele der Bürgerinitiative Dobbenviertel sollen daher unter anderem die notwendige Verkehrsberuhigung auf den Verkehrsachsen Lindenallee/Meinardusstrasse sowie Roonstraße/Hindenburgstrasse/Tirpitzstrasse/Gerberhof und die Parksituation Unter den Eichen sein. Entgegen den Vermutungen anderweitiger Interessengruppen wollen wir uns gerne auch in die unser Viertel so sehr betreffende Verkehrsplanung im Bereich des Theaterwalls mit einbringen, wo wir eine umfassende Lösung unter Einbeziehung des gesamten Bereiches zwischen Damm und Lappan für sinnvoll erachten.
So wird sich noch eine Vielzahl von Punkten finden lassen, die es sich anzugehen lohnt. Aus diesem Grund wollen wir eine Art Stammtisch ins Leben rufen, der sich jeden ersten Dienstag im Monat um 20 Uhr im PFL treffen soll. Das erste Treffen findet am
statt
und darf keine geschlossene Gesellschaft werden. Vielmehr ist die Bürgerinitiative
auf jeden Mitstreiter angewiesen, der bereit ist, sich und seine Fähigkeiten
einzubringen und die Aktivitäten zu unterstützen.
Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme !
Abschließend
ein Vorschlag, wie jeder selbst zur Verkehrsberuhigung in unserem Viertel
beitragen könnte:
Überall Tempo 30 einhalten !
P.S.: Am 20.08.2002 veranstaltet die SPD-Fraktion in Anwesenheit des neuen Baudezernenten,
Herrn Dr. Pantel, eine Anwohnerversammlung in der Aula des AGO.
Bürgerinitiative Dobbenviertel Oldenburg
c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstr. 1
Sitzung des Verkehrsausschusses der Stadt Oldenburg
am 19.06.2002:
Sechs Wochen nach Beginn des Verkehrsversuches Theaterwall legt die Verwaltung Auswertungen vor, die am Sinn solcher Datenerhebung grundsätzliche Zweifel hervorrufen, da die Daten höchst lückenhaft und teilweise in sich nicht schlüssig sind. Dessen ungeachtet werden Empfehlungen daraus abgeleitet, die man nur als Verschlimmbesserung bezeichnen kann.
SO SOLL ES KOMMEN:
ÖFFNUNG DER VERKEHRSACHSE HERBARTSTRASSE -
CÄCILIENSTRASSE BIS ZUR ROONSTRASSE.
AUSFAHRT AUS DER ROONSTRASSE ZUM THEATERWALL NACH
LINKS UND RECHTS.
ÄNDERUNG VON GRÜNPHASEN AM FRIEDENSPLATZ IN
SEKUNDENGRÖSSE UM DEN JULIUS - MOSEN - PLATZ VOM
ÜBLICHEN AUTOSTAU ZU BEFREIEN (zusätzlich 1 Auto pro Minute).
VERKÜRZUNG DER BUSSPUR AM THEATERWALL.
WAS VERMISSEN MITGLIEDER DES VERKEHRSAUSSCHUSSES UND
INTERESSIERTE ÖFFENTLICHKEIT BEI DER ANALYSE?
ZIELE DES VERKEHRSVERSUCHES UND BEGRÜNDUNG
Im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplanes kam die alte Idee eines Ringverkehrs um die Innenstadt ins Gespräch. Vor allem Halbherzigkeit führte zur verkehrstechnischen Minimallösung am Theaterwall, wo Vorteile für ÖPNV, Fahrrad- und Fußgängerverkehr angenommen wurden. Laut jetziger Aussage des Vertreters der Verkehrsbetriebe bestanden zuvor keine wesentlichen Probleme. Laut Aussage des Vertreters der Polizei kam es dort, dank vorsichtiger Verhaltensweise von Fahrradfahrern und Fußgängern, trotzt zweifellos beengter Verhältnisse, in den letzten Jahren nicht zu Unfällen.
Warum erfolgt dort keine Verlegung des Fahrradverkehrs auf die linke Seite ? Dann würden auch die Ausfahrten aus den Grundstücken am Theaterwall sicher.
KONSISTENZ DER AUSSAGEN
Messungen des veränderten Verkehrsaufkommens an definierten Stellen ergeben zu repräsentativen (?) Vorwerten teilweise geringe Abnahmen des Verkehrs und bei erneuter Messung an gleicher Stelle erhebliche Steigerungen. Der Zentralachse zufließende Verkehr wird erst bei Abfluss in weiterführende Strassen wieder erfasst.
DETAILERFASSUNG DES VERÄNDERTEN VERKEHRS
Die Zusammensetzung des Verkehrs (LKW, Busse, Gespanne, Motorräder, Fahrrad- Fußgänger- und vor allem Schülerverkehr) ist nicht erfasst. Tagesprofile des Verkehrs (ein ruhestörender Verkehrsteilnehmer zur Unzeit stört erheblich mehr als zu üblichen Tageszeiten) sind nicht erstellt. Wichtige Messpunkte wurden nicht erfasst:
Wo bleiben Daten zum Verkehrsstrom in Ratsherr-Schulze- und Tappenbeckstr.?
Wie haben sich die Verhältnisse in der Achse Gerberhof, Tirpitz-, Hindenburg- und Roonstr. verändert, nachdem bereits vom Westkreuz an der Verkehr hier durchgeleitet wird ?
Wie hat sich die Belastung der westlichen Lindenallee und ihrer Fortsetzung in der Meinardusstr. verändert?
Hat sich der Parksuchverkehr allgemein und speziell Unter den Eichen verändert?
HARMONISIERUNG MIT DEN RAHMENBEDINGUNGEN
Wie haben sich die Lärm- und Schadstoffemissionen entwickelt ? Sind die Werte mit den jeweiligen Sollvorgaben vereinbar ? Werden die Zielvorstellungen des gültigen Bebauungsplanes M 390 A verletzt ? Wie sind die jetzigen Veränderungen mit dem eine Wohnnutzung ermöglichenden Verkehrskonzept dieses Bebauungsplanes (Lenkung des Fremd- und Schwerlastverkehrs, Hauptverkehrsstraßen nur außerhalb des Dobbenviertels) vereinbar ?
VOR ALLEM ABER: WIE SIND DIE AUSWIRKUNGEN AUF DEN MENSCHEN ?
Während bei allen Mitgliedern des Verkehrsausschusses die
starke Betroffenheit über die Belastung der Anwohner erkennbar war und auch deutlich
artikuliert wurde, scheint die Verwaltung die geringfügige Verbesserung des Bus- und
Fahrradverkehrs auf dem kurzen Stück des Theaterwalls weiterhin höher zu bewerten,
als die zusätzliche Belastung der Anwohner des Viertels. Die Öffnung der
Cäcilienstrasse ist geradezu eine Einladung zu einer nunmehr kürzeren Umfahrung des
Theaterwalls durch das Dobbenviertel hindurch.
WIR FORDERN:
DEN KURZFRISTIGEN ABBRUCH DES VERKEHRSVERSUCHS
und
SORGFÄLTIGE UND UMFASSENDE ANALYSE DES VERSUCHS MIT
DER EINDEUTIGEN AUSRICHTUNG AUF LANGFRISTIG TRAGBARE
LÖSUNGEN.
KEINE WEITERE FLICKSCHUSTEREI.
WIR STELLEN FEST:
DIE VERKEHRSLENKUNG DURCH DAS DOBBENVIERTEL IST
GESCHEITERT! !